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Berechnung der Nutzlasten für Holzmasten für Freileitungen nach DIN EN 50423-3-4 (VDE 0210-12) unter Anwendung der Berechnungsgrundlagen nach DIN EN 50341-3-4

Mit der Einführung der Euro-Normen 50423 und 50341 im Jahre 2001, die für mehr als 20 europäische Länder verbindlich ist, ging eine 100jährige nationale deutsche Normung zu Ende. Die neuen Freileitungsnormen folgen hinsichtlich der Bemessung der Komponenten dem Grenzlastkonzept mit Teilsicherheitsbeiwerten auf Seiten der Einwirkungen und der Beanspruchbarkeit. Nach einer Übergangsphase werden die neuen Normen die langjährig gültige DIN VDE 0210 ersetzen, deren erste Ausgabe bereits aus dem Jahr 1903 stammt.

Die wichtigsten Änderungen für Deutschland betreffen vor allem die Windlasten, die an neuere Erkenntnisse aus Windbeobachtungen angepasst wurden (siehe Karte für die 4 Windzonen). Maßgebliche Daten und Werte für Windlasten, Eislasten und die gleichzeitige Wirkung von Wind- und Eislasten beruhen auf der Auswertung meteorologischer Unterlagen, auf Beobachtungen und langjähriger Betriebserfahrung.

Damit wird auch den Folgen des Klimawandels Rechnung getragen, nicht zuletzt in Auswertung des Schneechaos im Münsterland im November 2005 und des Orkans „Kyrill“ vom Januar 2007.